Lötstopplaminat Drucken E-Mail


Hier möchte ich an einer Platine meines Testboard V2.0 die Verarbeitung des Lötstopplaminats Dynamask KM von Bungard zeigen . Es eignet sich für alle gedruckten Schaltungen  die aus Epoxyd- oder Polyamidbasismaterialien bestehen . Es kann mit einfachen Mitteln, die einem Hobbyelektroniker zur Verfügung stehen, verarbeitet werden . Benötigt werden dazu ein UV-Belichter , ein Heißlaminator und als Negativentwickler Natriumcarbonat je 10g pro 1Liter Wasser.


Ablösen der Schutzfolie

Das Lötstopplaminat Dynamask KM ist auf beiden Seiten von einer Schutzfolie umgeben . Eine Seite ist matt und die andere ist durchsichtig . Zu Beginn löst man die matte Folie ab . Dazu eignen sich am Besten zwei Klebestreifen die man an einer Ecke des Laminats auf jeder Seite anbringt . Jetzt hält man die durchsichtige Seite der Folie mit einem Klebestreifen fest und zieht die matte Seite mit dem anderen Klebestreifen ab . Dies ist am Anfang nicht ganz einfach aber wenn man es ein paar mal probiert hat geht es schon . Wichtig ist vor dem Auflegen des Laminats auf die Platine, dass das Basismaterial fett und staubfrei ist . Außerdem sollten keine frisch geätzte Platine mit dem Laminat überzogen werden, den es befindet sich immer ein wenig Restfeuchtigkeit im Basismaterial und so entstehen beim Laminieren Dampfblasen unter dem Laminat . Ich warte wenn es die Zeit zulässt immer ein bis zwei tage ehe ich das Laminat aufziehe . Hat man mal keine Zeit zu warten kann man die Platinen auch vorsichtig im Backofen trocknen, aber bitte nur ohne das Lötstopplaminat . So etwas gehört nicht in einen Backofen ! Es reicht aber manchmal auch, die Platinen zuvor ein paar mal durch den Laminator laufen zu lassen, wenn der seine Betriebstemperatur erreicht hat . Danach die Platinen wieder abkühlen lassen.


Lötstopplaminat aufziehen

Jetzt beginnt man damit das Lötstopplaminat von einer Seite der Platine aus vorsichtig aufzuziehen. Wenn das Laminat dann komplett auf dem Basismaterial aufliegt kann man mit leichten Druck darüberstereichen . Es sollte aber nicht fest an gepresst werden sonst kann es bei Laminieren zu Faltenbildung kommen . Erst im Laminator wird  mit Druck und Hitze das Laminat fest mit der Platine verbunden.





Auflaminieren mit dem Laminator

Das Auflaminiren erfolgt jetzt im Laminator dabei wird unter Druck und Hitze das Laminat auf das Basismaterial auf gewalzt . Das Laminat wird durch die Durchsichtige Schutzfolie geschützt und kann so ohne den Laminator zu verschmutzen auf gewalzt werden. Diesen Vorgang sollte man 2 -3 mal wiederholen damit sich das Laminat auch richtig mit der Platine verbindet. Jetzt heißt es erst mal wider das Basismaterial abkühlen lassen. Es ist immer darauf zu achten das das Laminat Licht bzw. UV empfindlich ist. Also sollt man die Platine im dunkel abkühlen lassen .






Vorbereitung zum Belichten

Um das Laminat zu belichten wird ein Lötstopplayout benötigt . Layoutprogramme wie Eagle ermöglichen es mit wenigen Klicks einen solches Layout zu erstellen. Arbeitet man nicht mit einem solchen Programm , kann man das Layout verwenden daß man zum Belichten der Platine benutzt hat, und nur die Leiterbahnen weglassen. Das Lötstopplaminat ist ein negativresist und funktioniert genau entgegengesetzt wie der Fotolack einer Platine. Also alle Stellen , an die UV Licht kommt bleiben erhalten, und die Stellen an die kein UV Licht kommt lösen sich beim Entwickeln. Es reicht also auf dem Layout die Pads einzuzeichnen, die zum Löten gebraucht werden. Das Layout muss nun exakt fixiert werden, damit auch am Ende die Pads frei liegen und nicht andere stellen der Platine. Zum fixieren reichen Klebebandstreifen.

Lötstopplaminat belichten

Zum Belichten des Lötstopplaminats ist eine Belichtungszeit von 30 - 45 sec. einzuhalten. Es empfiehlt sich das Basismaterial zu beschweren um ein exaktes Aufliegen des Layout auf dem Laminat sicherzustellen. Nachdem die Belichtung abgeschlossen ist muss einen Wartezeit von min. 45 min einzuhalten werden .In dieser Zeit polymerisirert das Laminat an den Stellen die durch das UV-Licht belichtet wurden. Natürlich sollt das Basismaterial während der Wartezeit im dunklen gelagert werden , da auch durch das UV-Licht im Tageslicht eine Nachtbelichtung erfolgt, und es zu Problemen beim Entwickeln kommen kann.Überstehende Laminatreste können jetzt noch Problemlos entfernt werden.


Entwickeln

Nachdem die Wartezeit von 45 min. um ist kann jetzt mit dem Entwickeln begonnen werden. Zuerst muss aber die Schutzfolie vom Laminat abgelöst werden . Dazu verwendet man am besten wieder einen Klebebandstreifen und zieht die Folie von einer Ecke aus zur Mitte ab. Achtung das Laminat ist noch nicht ausgehärtet es bleibt also alles daran kleben. Jetzt kannn die Platine mit dem Negativentwickler Natriumcarbonat 10gpror 1LiterWasserr entwickelt werden. Um das ablösen des Laminats an den nicht belichteten Stellen ,  kann mit einem Pinsel leicht über das Laminat gestrichen werden. Ist das Entwickeln abgeschlossen muss die Platine gründlich mit Wasser gespült werden.

Laminat härten

Das abschließende Härten des Lötstopplaminats erfolgt in zwei schritten. Erster Schritt aushärten durch UV-Licht. Dazu werden die Platine ca. 30 min. auf dem Belichter mit UV-Licht belichtet . Diese Arbeiten sollten in einem gut gelüfteten Raum durchgeführt werden. Nach den 30 min UV-Härten folgt eine Thermische Aushärtung im Laminator. Dazu wir das Basismaterial mehrfach durch den heißen Laminator laufen gelassen. Unter Druck und Hitze härtet das Material vollständig aus. Nach dem thermischen härten die Platine wider langsam abkühlen lassen.

Das fertige Endprodukt

Hat die Platine alle Verarbeitungsschritte erfolgreich durchlaufen, so hält man das fertige Endprodukt in Händen. Wie ich finde brauch das Ergebnis den Vergleich mit Industriell hergestellten Platine nicht scheuen. Wenn man etwas Übung hat ,im herstellen von Platinen, sind auch Platinen für SMD Bestückung mit Lötstopplaminat kein Problem.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 16. März 2014 um 15:22 Uhr
 
Kommentare (1)
Laminator
1 Dienstag, den 25. Januar 2011 um 23:11 Uhr
Hi, super Anleitung,

welchen Laminator verwendest du?

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